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Juan Evo Morales Ayma: Präsident Boliviens
     
 

Juan Evo Morales Ayma wurde 1959 in Orinoca im Departamento Oruro geboren und ist heute der erste indigene Präsident Südamerikas.

Morales führte die Bewegung zum Sozialismus MAS an, die sich den "Umschwung" zum Ziel gesetzt hat. Dieser sollte geschehen durch Abschaffung des Unterschieds zwischen Norden und Süden des Landes, dem Verbot von Diskrimination, Gewinnung der Souveräintät und Rückgewinnung der bolivianischen Macht über die natürlichen Rohstoffe des Landes.

Die Partei MAS ist eine soziale Bewegung, die Anfang des 21. Jahrhundert eine Serie von Protesten anführte. Der wichtigste Aufstand fand im Oktober 2003 im sog. "Gaskrieg" statt. Die Bevölkerung protestierte gegen die Entscheidung des Präsidenten Gonzalo Sanchez de Lozada, bolivianisches Gas an Chile zu exportieren. Chile galt als Feind, seit es im Pazifikkrieg Bolivien den Meerzugang absprach. Die Bolivianer reagierten nun mit Straßenblockaden und Aufruhr im Westen des Landes. Die Regierung antwortete mit Gewalt, die in El Alto und Warisata zahlreiche Tote forderte.

Daraufhin erhob sich das bolivianische Volk und forderte massiv den Rücktritt des Präsidenten Sanchez de Lozada. Am 17. Oktober gab dieser dem Druck endlich nach und flüchtet  mit einem Millionenbetrag, den er zuvor von der bolivianischen Nationalbank abgehoben hatte in die Vereinigten Staaten. Dort lebt er bis heute unter dem Schutz der US-Regierung. Carlos D. Mesa übernimmt das Amt bis er im Juni 2005 immensen Protesten nachgab, bei denen vor Allem die Nationalisierung der natürlichen Rohstoffe gefordert wurde. Bis zum 22. Januar 2006 übernahm dann Eduardo Rodriguez Veltze das Amt des Präsidenten. Bei den offiziellen Wahlen gewann schließlich Evo Morales mit einer absoluten Mehrheit von 54% und wurde zum ersten indigenen Präsidenten des Landes ernannt.

 

Biografie

Evo Morales wurde 1959 in Orinoca im Departamento in einer Familie von Minenarbeitern geboren. Seine Kindheit verbrachte er mit landwirtschaftlichen Arbeiten, Schule unf Fußball spielen. 

Schon früh fielen seine Führungsqualitäten auf. Noch in seiner Schulzeit zog er in die Stadt Oruro um, wo er als Maurer, Bäcker und Trompeter sein Geld verdiente. Er spielte in der Blaskapelle Royal Imperial, die durch ganz Bolivien zog und Evo so verschiedene Realitäten aufzeigte. Morales schloss letztendlich niemals die Schule ab. Er trat seine Militärdienst an und kehrte nach Abschluss wieder in seine Gemeinde zurück.

Als 1980 70% der Ernte und 50% der Nutztiere einer extremen Trockenheit namens El Niño zum Opfer fielen, sah sich Evo und seine ganze Familie gezwungen, ins tropische Chapare in Cochabamba umzuziehen.

 

Gewerkschafter der Cocabauern

1981 wird er zum Sekretär des Sports und dessen Gewerkschaft ernannt. 1985 steigt er zum Generalsekretär auf. Drei Jahre setzt die Regierung der Partei MNR das Gesetz der Coca und Kontrollierten Substanzen in Kraft, das große Teile der Cocafelder zerstören sollte. Morales wird daraufhin von seinen Anhängern zum vollziehenden Sekretär der Tropischen Föderation erklärt.

Im Laufe seines Aufstiegs wurde er varhaftet und entkam nur knapp dem Tod.

Während der der 90er Jahre konfrotierten sich die Cocabauern unzählige Male mit der Regierung Hugo Banzers, der den USA "Coca Cero", also die totale Vernichtung dieser Pflanze versprach. Für die Bewohner Boliviens ist die Coca seit tausenden von Jahren ein heiliges Blatt, dass durch seine anregende Wirkung harte Arbeit in den extremen Klimazonen des Landes ermöglicht, verschiedenste Krankheiten kuriert und bei Zeremonien eine große Rolle spielt. Unter dem Slogan "Coca ist nicht gleich Kokain" protestierte die Bewegung deshalb gegen das radikale Gesetz der Regierung. Evo Morales war dabei einer der wichtigsten Akteure.

Das Cocablatt ist seitdem ein Symbol der Würde und Souveränität gegenüber den USA.

1997 nahm Evo Morales erstmals an Generalwahlen teil und trat prompt als Abgeordneter von Cochabamba ins Parlament ein.

Bei den Wahlen 2002 erhielt Morales zur Überraschung der Öffentlichkeit stolze 20.9% der Stimmen.

Erstes Mandat

Im Dezember 2005 gewann Evo Morales die Präsidentenwahl mit 53.74%. Zum Antritt seines Amtes im Januar 2006 wohnte Morales einer traditionellen Aymarazermonie in Tiwanaku bei. Seine ersten Amtshandlungen sind die Forderung der Nationalisierung des Kohlenwasserstoffs, eine Kürzung der Gehälter von Verwaltungsbeamten um 57% und die Ankündigung von Gerichtsprozessen gegen seine Amtsvorgänger.

2006 beruft Evo Morales eine Verfassungsversammlung ein und ein Jahr darauf stimmt die Hälfte der Teilnehmer der neuen politischen Verfassung zu.

Bei einer Volksbefragung im Jahr 2009 befürworteten 62% der Bolivianer diese neue politische Verfassung des Staates.

Zweites Mandat

Am 6. Dezember 2009 wurde Evo Morales mit 63% der Stimmen wiedergewählt.

Bei den städtischen und departamentalen Wahlen 2010 gewann die Partei MAS mit "einem bitteren Beigeschmack" wie es Parteiführer in El Alto ausdrückten. In 6 von 10 Regierung erhielt sie die Mehrheit, dafür verlor si aber 10 der wichtigsten Bürgermeisterwahlen. Auch in La Paz konnte MAS keine Mehrheit erzielen.

Am Vorabend von Weihnachten 2012 veranlasst der Vizepräsident Alvaro Garcia Linera die stärkste Benzinpreiserhöhung der bolivianischen Geschichte. Er bafand dies als notwendig, um sich der Wirtschaft anzupassen, um den Schmuggel subventionierten und dadurch billigen bolivianischen Benzins in die Nachbarländer einzuschränken sowie um zukünftige Krisen zu vermeiden.

Die Antwort des bolivianischen Volkes waren sofortige Proteste in Form von Einstellung des öffentlichen Transportsystems, Straßenblokierungen und Unruhen.

Auf den öffentlichen Druck hin nahm der Präsident Evo Morales 2010 den neuen Erlass zurück mit der Begründung, die Regierung gehorche den Volk.

 
   
 

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